Wer an einer Alpakaweide vorbeikommt, bleibt fast immer stehen. Die ruhige Art, die neugierigen Blicke und das flauschige Fell laden förmlich dazu ein, den Tieren etwas Gutes zu tun. Viele Menschen oder Wanderer möchten spontan Gras, Brot oder Obst über den Zaun reichen. So lieb das gemeint ist – für Alpakas kann genau das zum Problem werden und sogar tödlich enden!
Alpakas haben ein sehr sensibles Verdauungssystem. Sie bekommen am Hof genau abgestimmtes Futter in passender Menge und Qualität. Fremdes Futter kann zu Bauchproblemen, Fehlgärungen oder Mangelerscheinungen führen. Besonders Brot, Küchenreste oder stark zuckerhaltiges Obst vertragen sie schlecht. Auch frisches Gras von außerhalb kann ungeeignet sein, etwa wenn es gespritzt wurde oder bestimmte Pflanzen enthält, die Alpakas nicht gut bekommen.
Ein weiterer Punkt ist das Verhalten der Tiere. Wenn sie regelmäßig von fremden Personen gefüttert werden, verlieren sie ihre Zurückhaltung. Sie gehen dann verstärkt auf Menschen zu, werden aufdringlich oder geraten in Stress, wenn kein Futter kommt. Für die Herde bedeutet das Unruhe, für Besucherinnen und Besucher mitunter unerwartete Situationen.
Kurz gesagt: Bitte Alpakas nur dann füttern, wenn es der Hof ausdrücklich erlaubt und geeignetes Futter bereitstellt. So bleiben die Tiere gesund, ausgeglichen und sicher – und die Begegnung macht für beide Seiten Freude.





